An dieser Stelle können Sie sich über einzelne Mutter-Kind Projekte, an denen Familienhebammen beteiligt sind, informieren.
Familienhebammenprojekt in Berlin:
First Lady Bettina Wulff, Schirmherrin der Stiftung „Eine Chance für Kinder“, sagte Donnerstag bei der Vorstellung des Projekts: „Ich bin sehr froh, wie schnell wir zu einer Entscheidung gekommen sind. Ich hoffe, dass wir noch viele weitere Familienhebammen in Deutschland bekommen.“ Dank der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder” kann das dreijährige Projekt jetzt starten. Gerade in Berlin besteht Handlungsbedarf, denn im bundesweiten Vergleich ist die Zahl der vernachlässigten Kinder dort am höchsten.
Bei der Übernahme der Schirmherrschaft für die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER im November 2010 versprach Frau Bettina Wulff sich mit der Stiftung dafür einzusetzen, dass überall in Deutschland Familienhebammen eingesetzt werden können. Bereits im April 2011 konnte die Schirmherrin Frau Wulff das neue Projekt der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER unter dem Motto „Stark machen für die Schwächsten“ in Berlin starten. Ab Mai 2011 werden in Trägerschaft der Stiftung 9 Familienhebammen in drei Berliner Bezirken (Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln) arbeiten und ab November 2011 weitere drei Familienhebammen in Steglitz-Zehlendorf. Die Stiftung finanziert die aufsuchende Arbeit der Familienhebammen, die Jugend-bzw. Gesundheitsämter der Bezirke stellen eine Koordinatorin zur Verfügung. Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren laufen und soll den Kommunalpolitikern in Berlin zeigen, welche Erfolge bei der Vermeidung von Kindesvernachlässigung durch Familienhebammen erreicht werden können. Das Projekt war durch eine Förderung von „Ein Herz für Kinder“ der BILD Zeitung möglich gemacht worden.
Frühe Hilfen Kreis Steinfurt
Neben der Frühen Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern vermitteln die Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche Familienhebammen für den Zeitraum von der Schwangerschaft bis zum vollendeten ersten Lebensjahr im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes Steinfurt. Die Familienhebammen werden während ihres Einsatzes in den Familien fachlich durch die Beratungsstellen begleitet.
Standort Lengerich
Standort Steinfurt
Weiterer Baustein des Konzeptes ist die enge Verknüpfung mit einer beim Kreisgesundheitsamt tätigen Familienhebamme. Diese kann bei Bedarf durch z.B durch Ärzte/-innen, Erzieher/-innen, Sozialarbeiter/innen etc. angefragt werden und Beratungen und evtl. notwendige kurzfristige Betreuungen durchführen. Längerfristige Betreuungen werden in das Angebot im Rahmen der Jugendhilfe weiter vermittelt.
Desweiteren koordiniert sie Fortbildungen für Hebammen.
» KinderZUKUNFT NRW (Nordrhein Westfalen)
Am 1. September 2010 wurde in NRW das Multicenterprojekt KinderZUKUNFT NRW gestartet. Ziel des Projektes ist eine möglichst bereits während der Schwangerschaft einsetzende Früherkennung und Prävention einer Kindeswohlgefährdung, die Senkung der Säuglingssterblichkeit und die nachhaltige Verbesserung der Gesundheitssituation bei Kindern aus psychosozial belasteten Familien.
Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft
» KiFaZ Barmbek-Süd (Hamburg)
Seit 1998 gibt es in Barmbek- Süd Familienhebammen.
Mit zwei halben Stellen sind sie integraler Bestandteil des Kinder- und Familienzentrums (KiFaZ) Barmbek-Süd, in der Trägerschaft des Verbandes Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e. V.
» Eine Chance für Kinder (Niedersachsen)
Vom Pilotprojekt zur regulären Hilfemaßnahme. Aus dem Pilotprojekt "Aufsuchende Hilfe für Familien und ihre Kinder durch Familienhebammen" (2002-2006) in vier niedersächsischen Kommunen ist für zahlreiche Kommunen eine reguläre Hilfemaßnahme geworden.
» EvA - Erziehung von Anfang an (Fulda - Hessen)
"EvA" strebt ein funktionierendes Netzwerk früher Hilfen für Familien an, wobei ein besonderes Augenmerk aus so genannte "Risikofamilien" gelegt werden soll.
» Familienhebammen in Sachsen-Anhalt
Aufsuchende Familienhilfe durch qualifizierte Hebammen mit erweitertem Tätigkeitsfeld
» Familienhebammen Peine (Niedersachsen)
Initiative im Rahmen des Modellprojektes "Eine Chance für Kinder" (s.o.)
» Familienhebammenprojekt Lenzsiedlung (Hamburg)
Das Angebot der Familienhebamme richtet sich an jene Schwangere und Mütter, die das Gesundheitsversorgungssystem nicht oder nicht ausreichend für sich und Ihre Kinder zu nutzen wissen.