« zurück zur Projektübersicht
Projekt "Familienhebammen in Sachsen-Anhalt"
Zu welchen Familien kommt die Familienhebamme bevorzugt?
Anfang 2006 haben das Ministerium für Gesundheit und Soziales von Sachsen-Anhalt und der Landeshebammenverband das Projekt "Familienhebammen im Land Sachsen-Anhalt" auf den Weg gebracht. Seither sind über 20 freiberuflich tätige Hebammen zu Familienhebammen weitergebildet worden. Ihre fachliche Begleitung von hoch belasteten Familien umfasst bis zu 10 Std. pro Woche und kann bis zum ersten Geburtstag des Kindes dauern.
Was ist das Besondere an diesem Projekt?
Das Land Sachsen-Anhalt beabsichtigt, möglichst in allen Landkreisen und größeren Städten jeweils 2 Familienhebammen tätig werden zu lassen. Es hat die Finanzierung der Familienhebammen bis Ende 2009 zugesagt.
Das Projekt wird im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" des Bundesfamilienministeriums evaluiert. Zusammen mit 7 weiteren Evaluationsprojekten wird es durch das neu gegründete Nationale Zentrum
Frühe Hilfen koordiniert. Die Ergebnisse sollen in Handlungsempfehlungen für die Bundesregierung einfließen.
Welche Ziele hat das Projekt?
- Förderung der Gesundheit von Mutter und Kind durch ein niedrigschwelliges Hilfsangebot in Form von Hausbesuchen
- die Stärkung und Mobilisierung von individuellen und sozialen Ressourcen
- aktive Interessenvertretung des Kindes
- Netzwerkbildung mit regionalen Akteuren aus dem Gesundheits- und Sozialbereich (u. a. Frauen- und KinderärztInnen, Beratungsstellen, sozialer Dienst, Sozialarbeite-rInnen, Jugendamt)
- gesundheitsbezogene Chancengleichheit für Schwangere und Mütter mit besonderen Problemlagen und Belastungen
Was wird evaluiert?
- die Wirksamkeit der Interventionen durch die Familienhebammen (Outcome-Orientierung),
- die Akzeptanz und Zufriedenheit der Frauen (Klientinnenorientierung)
- die Erhebung von Verlaufs- und Ausführungsdaten (Prozessorientierung)
Weitere Informationen erhalten sie
hierund über die Internetseite
www.hebammen-sachsen-anhalt.de
« zurück zur Projektübersicht